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Projekt Vorgarten

Rund um Ihre Gartenplanung beraten wir Sie gern!

Funktion eines Vorgartens

Projekt Vorgarten
Homogene Gestaltung in grün-weiß mit Thuja, Buchsbaum und Kies.

Der Vorgarten charakterisiert die Bewohner des Hauses: Je nach Stil kann man auf den Typ schließen, der dort zu Hause ist. Ordentlich? Chaotisch? Fühle ich mich als Gast willkommen geheißen? Ein Vorgarten hat ganz klar eine Außenwirkung – und zwar noch vor der Haustür und vor der Hausfassade. Heute sind jedoch weitere, grundlegende Aufgaben dazu gekommen: Gerade in Zeiten zunehmenden Platzmangels in Klein- und Großstädten (Stichwort Nachverdichtung) gewinnen Vorgärten wieder als Grünfläche an Bedeutung:
Kinder können sich darin bewegen und der Natur begegnen, Tiere finden Unterschlupf, Regenwasser kann darin versickern. Im Hochsommer sorgt der Vorgarten mit seiner Verdunstung für ein besseres Wohlbefinden. Pflanzen sorgen für mehr Lebensqualität und bieten Insekten und Vögel Nahrung.

Projekt Vorgarten
Mit der Mischung aus Blüh- und Grünpflanzen ist der Vorgarten auch Nahrungsquelle für Vögel und Insekten.
Vorgarten
Mix aus Stein und Rindenmulch mit reduzierten Grünpflanzen.

Gestalten mit Steinen

Ein Vorgarten, der haupt­sächlich aus Steinen und Kies besteht, macht grund­sätzlich einen gepflegten, „sauberen“ Eindruck. Darum tendieren Hausbesitzer in diesen Tagen zu einer Umgestaltung ihres bepflanzten Vorgartens in einen reduzierten Stil. Fast alle Pflanzen und Beete müssen dann großen und kleinen Steinen weichen. Einer der Haupt­gründe für den Steingarten ist der Faktor Zeit. Viele finden keine Zeit, sich neben der Arbeit noch um Garten und Außenanlagen kümmern zu können. Vom reduzierten Steingarten vor dem Haus versprechen Sie sich daher in erster Linie weniger Pflege­aufwand. Aber ist das so?
Vom ästhetischen Standpunkt betrachtet sei gesagt, dass die Gestaltung ausschließlich mit Steinen viel Geschick erfordert. Manchmal sieht es aber leider einfach nur nach einer "Steinwüste" aus.

Projekt Vorgarten
Mit Steinen gestalten.

Keine pflegeleichte Lösung

Um es vorweg zu sagen: der minimalis­tische Vorgarten ist alles andere als pflegeleicht - auch wenn es auf den ersten Blick so aussieht! Zwischen den einzelnen Steinchen sammelt sich allerhand an. Und dadurch wird das Entfernen von Laub im Herbst richtig mühsam. Da ist "Bücken" angesagt, denn Harken entfällt wegen der Steine. Macht man es nicht, sehen Steine relativ schnell ungepflegt aus. Ein Steinbeet frei von Unkraut zu halten, ist auch keine leichte Aufgabe! Ohne die Zufuhr von Gift ist das schwer zu schaffen, was wiederum bedeutet, dass Insekten hier nicht heimisch werden. Nahrung finden sie in diesem Garten nicht.

Nachteile des Steingartens

Allein das fehlende Blütenangebot ab Mai macht ihn für die Honigbiene unattraktiv. Somit ist der Zyklus des Wachsens, Blühen und Bestäuben unterbrochen. Insekten ist der so wichtige Lebensraum entzogen. Zudem verhindern versiegelte Flächen im steinernen Vorgarten ein natürliches Versickern von Regenwasser im Boden. Winterliche Kälte kann ungehindert in den Boden eindringen,wodurch Pflanzen­wurzeln und Kleinsttiere geschädigt werden.

  • Entstehung von Unkraut zwischen den Steinen durch Flugsamen
  • Herbstlaub bedeckt den Kies
  • Moosbildung durch Feuchtigkeit
  • Keine Versickerungsmöglichkeiten
  • Winterliche Frostgefahr dringt in den Boden

Wählen Sie selbst, wie Sie Ihren Vorgarten gestalten. Sollten Sie sich gegen Pflanzen entscheiden, gibt es aber auch Zwischenlösungen, die eine komplett versiegelte "Steinwüste" vor dem Haus zu vermeiden.

Gute Argumente für mehr Pflanzen im Vorgarten

Dass lebendiges Grün im Vorgarten ein Gewinn ist für Mensch und Natur, ist nachvollziehbar. Neben der meditativen Wirkung, die Gartenarbeit auslösen kann, möchten wir ein Vorurteil entkräften:

Vorgarten
Bepflanzter Vorgarten mit Vorteilen für Natur und Mensch

Ein bepflanzter Vorgarten macht nicht unbedingt mehr Arbeit, als einer, der ausschließlich mit Steinen bestückt ist. Entscheidend ist eine clevere Wahl der passenden Bepflanzung. Die für den Standort "richtigen" Pflanzen benötigen unter Umständen weniger Pflege und Sorgfalt als gedacht.
Die Vorteile liegen auf der Hand:

  • Blühende lebendige Vegetation
  • Abwechslungsreiche Natur vor der Tür
  • Besseres Klima - besseres Wohlbefinden
  • Regen versickert im Erdreich
  • Nahrungsquelle für Insekten und Vögel
  • Positive Lebensqualität und Bewegungsspielraum

Initiative "Rettet den Vorgarten"

Der Film "Rettet den Vorgarten" ist eine Information über die Initiative des BGL - Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau e.V. Der Verband will Überzeugungsarbeit für grüne Vorgärten leisten.

Für geprüfte und anerkannte Mitglieder im Verband haben wir noch mehr Informationen: Weitere Filme des Verbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau. Lassen Sie sich gern dazu beraten!

    Wussten Sie,
    dass es in Deutschland einmal über 500 Arten von Bienen gab? Davon sind fast 40 ausgestorben. Zwischen Blühpflanzen und Bienen gibt es ein Geben und Nehmen: die Pflanzen brauchen die Bienen zur Vermehrung, die Bienen bedienen sich bei den Pflanzen, um an Nektar zu kommen. Gäbe es keine Bienen mehr, wären regionalen Obst- und Gemüsesorten nur halb so groß.

Lebensraum für Bienen

Schauen Sie sich um: Eine Vielzahl an Freiflächen muss auch im ländlichen Raum einer geordneten Pflasterung weichen – Parkplätze müssen her. Es bleibt kein Raum für Feld und Wiese! Sogar den Vorgärten geht’s an den Kragen: immer mehr Schotter und Sterilität statt blühender Pflanzenpracht. Kein Wunder, dass der Lebensraum der Wildbiene schrumpft. Sie findet weder Nahrung noch natürlichen Boden zum Nisten.

Was ist ein bienenfreundlicher Garten?

Biene

Keine Angst – Sie müssen kein Imker werden mit eigenem Bienenvolk im Garten. Der Begriff „Bienenfreundlich“ meint, dass die Struktur Ihres Gartens möglichst nah an die Bedürfnisse der Biene angepasst werden sollte. So spielt die Menge an einheimischen Blütenpflanzen eine Rolle, weil damit die Nahrung der Bienen gewährleistet wird. Wer den Lebenszyklus der Bienen etwas genauer betrachtet, kann leicht ableiten, welche Pflanzen und Freiflächen für sie von Nutzen sind. Berücksichtigen muss man auch den Radius der Bienen, denn sie fliegen nicht allzu weit, um zu nisten. Und dafür gilt es Möglichkeiten zu schaffen, wie z.B. Mauerritzen oder Blühhecken. Viele Wildbienen nisten unter der Erdoberfläche. Das bedeutet, dass der Zugang offen gehalten werden muss, wofür sich freie Wiesenflächen mit Sonneneinstrahlung eignen.

Um Bienen einen Lebensraum zu bieten, sollte der Garten artgerecht strukturiert werden:

  • Trockenmauer
  • Teich, Holzhaufen, alte Pflanzenstengel
  • Stellen/ Ecken, in den Wildbienen nisten können
  • Giftfreier Garten
  • Verzicht auf Torf in der Blumenerde
  • Positive Lebensqualität und Bewegungsspielraum

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